Freitags am BER
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Wie es dazu kam, dass ich am Freitag Nachmittag einige Stunden am BER verbracht habe, ganz ohne Urlaub:

Knöpfchen wurde sehr spontan vor zwei Tagen zu einer Familiengeburtstagsfeier von einem seiner besten Freunde eingeladen.
Ein „richtiger“ Kindergeburtstag war gar nicht geplant, es sollte nur Knöpfchen als einer seiner Freunde kommen und sonst die Familie des Kindes.
Deswegen hatten wir vorgeschlagen, dass die beiden sich am Sonntag treffen können um dann den Geburtstag in aller länge und breite nachzufeiern und auch die Familiengeburtstagsfeier nicht „zu stören“, leider war es keine Option, also haben wir uns breitschlagen lassen. Wenn die Mutter die Kinder abholt (der Weg von der Schule nach Hause dauert 1 Stunde 30 Minuten) wäre es für uns in Ordnung.
Normalerweise haben wir Freitags immer einen sehr straffen Zeitplan, um pünktlich von der Arbeit & Schule zum langen Training zu kommen. Da es aber einer seiner besten Freunde ist, haben wir das Training ausfallen lassen.
Lange Rede kurzer Sinn, mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich heute pünktlich zur Schule kommen soll, weil etwas nicht so klappt wie geplant. Also ging ich früher von der Arbeit los UND es war tatsächlich so. Die Mutter war nicht da, dafür die ältere Schwester (12 Jahre alt), es war für uns keine Mögllichkeit Knöpfchen (8 Jahre) 1 Stunde und 30 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Berlin fahren zu lassen. Also packte ich sehr spontan alle ins Auto und fuhr sie nach Hause. Da sein Freund gleich neben dem BER wohnt entschied ich mich die Zeit hier, am BER, zu verbringen.
Ich bin gerne am Flughafen, auch wenn der BER nicht so mein Fall ist und meiner Meinung nach auch einfach zu weit weg von Berlin ist.
Es ist nicht das erstmal, dass ich hier bin während Knöpfchen bei seinem Freund ist, einfach weil ich dann keine Lust habe die ganze Strecke wieder zurück zu fahren und dann 1-2 Stunden wieder hin zu fahren.
Da ich den ganzen Tag nichts weiter als ein Brot und ein bisschen Gurke und Apfel gegessen hatte entschied ich mich, mir in dem Supermarkt direkt im Flughafen EG (die Preise sind dort fast identisch zu den außerhalb des Flughafens) eine Salatschale (100 gr. 1,29€) zusammen zu stellen. Die Auswahl dort ist wirklich groß und es schmeckt sehr gut. An der Kasse gab es dann wieder dieses Holzbesteck, das kann ich gar nicht ausstehen. Zum Glück gab aber auch wiederverwendbares Plastik Besteck in einer Dose (1,49€) also habe ich mir das in schwarz „gegönnt“, sowas mache ich eher selten. Weil ich mir denke, dass ich es nicht unbedingt benötige, aber ich freue mich so sehr darüber und es wird in meiner Handtasche „wohnen“ und das zweite, das ich mir gekauft habe bevor ich wieder zu meinem Auto gefahren bin „wohnt“ dann im Auto.
Mit dem Salat und meinem neuen Besteck habe ich mich dann nach draußen vor den Flughafen am Terminal 1 gesetzt, bis es dann endgültig angefangen hat zu regnen.


Einfach mal in Ruhe und ohne Stress und Zeitdruck am Flughafen sein ist schon etwas schönes, finde ich. Die Zeit genießen, einen Kaffee trinken, in Ruhe durch die Gegend laufen und sich einfach mal entspannt umschauen. Wenn ich zu Hause wäre würde ich auch wieder etwas machen, zum Beispiel: Wäsche waschen, putzen, aufzuräumen und und und, was man eben sonst so als Mama macht, wenn man zu Hause ist. Aber so, kann ich die Zeit für mich einfach mal genießen und versuchen mich zu entspannen, denn dann geht es mir und meiner Familie auch gut.
Denn wenn ich in der Zeit zu Hause wäre, würde ich definitiv etwas von der langen Liste der Hausarbeit machen, aber so…
Auch bei diesem Besuch des BER habe ich mich wieder gegen die kostenpflichtige Besucherterrasse entschieden.

Vielleicht könnten wir das mal machen, wenn wir einen frühen Flug haben und dann den Vorabend Check in nutzen, oder sonst irgendwann mal als Familien „Ausflug ohne zu fliegen“.
Was gibt es eigentlich von/auf der Besucherterrasse zu sehen? Lohnt sich ein besuch dort?